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Aktuelles aus dem Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit
- 30. Juni 2022 -

Nachrichten aus dem Netzwerk


Brot für die Welt: "G7 reden nur über Klimagerechtigkeit"

„Fortschritt für eine gerechte Welt“ lautet das diesjährige Motto der Bundesregierung als G7-Gastgeber. Gerechtigkeit kann es aber nur dann geben, wenn die G7-Staaten ihrer Verantwortung nachkommen und endlich Geld für klimwandelbedingte Schäden und Verluste im globalen Süden auf den Tisch legen. Die wirtschaftlichen Schäden durch die Klimakrise werden laut wissenschaftlichen Schätzungen spätestens ab 2030 auf 290 bis 580 Milliarden US-Dollar pro Jahr geschätzt – und das alleine in Ländern des globalen Südens. Das können die Länder des globalen Südens nicht allein stemmen. Und sollten sie auch nicht, denn verursacht wurde die Klimakrise durch Treibhausgase, von denen rund die Hälfte aus den G7-Staaten stammt. Während die Schäden und Verluste im globalen Süden weiter anwachsen, müssen am Verhandlungstisch der G7 endlich Taten erfolgen. > MEHR ERFAHREN 

EKD-Beauftragte für Schöpfungsverantwortung zum G7-Gipfel

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, EKD-Beauftragte für Schöpfungsverantwortung, hat die Vertreter der G7-Staaten zu mehr Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien aufgerufen. Ebenso drängte sie auf verstärkte diplomatische Anstrengungen zur Abwendung einer globalen Ernährungskrise. „Angesichts der zunehmenden Klimakrise und ihrer Folgen treten wir als evangelische Kirche seit vielen Jahren für einen Ausbau der erneuerbaren Energien ein. Für uns geht es dabei um den achtsamen Umgang mit der Mitschöpfung, die wie wir Menschen eigene Lebensrechte hat. Mit dem Ukrainekrieg kommen sicherheitspolitische Gründe hinzu, die Energiewende noch viel entschlossener voranzutreiben und möglichst bald unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden“, so Kühnbaum-Schmidt. > MEHR ERFAHREN

"Historischer Klima-Rückschritt"

In einer gemeinsamen Erklärung haben MISEREOR und Brot für die Welt die Beschlüsse der G7, weiter international in fossile Infratsruktur zu investieren, kritisiert.
Dr. Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt: „Öffentliche Gelder für neue Gasfelder im Globalen Süden sind entwicklungspolitisch und klimapolitisch unverantwortlich.“ Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel warnt: „Auch entwicklungspolitisch sind weitere Investitionen in fossile Energien nicht zielführend, denn neue fossile Infrastruktur ist nicht die Lösung für wirtschaftliche Entwicklung im Globalen Süden. Mit fossilen Energien wird es nicht gelingen, hunderte von Millionen Menschen, die keinen Stromzugang haben, aus der Energiearmut zu befreien.“
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Aktionstag Umwelt 2022 im Bistum Dresden-Meißen | 9. Juli 2022

Mit einem vielfältigen Programm lädt der Katholikenrat und das Bistum Dresden-Meißen zu einem Aktionstag für die Bewahrung der Schöpfung auf die Zentraldeponie Cröbern am 9. Juli 2022 ein. Im Mittelpunkt das Hinterfragen unseres Lebensstils, Ressourcenverbrauchs und Konsumverhaltens und die gemeinsame Suche nach möglichen und konkreten Zukunftswegen der Veränderung. Untrennbar gehören die ethischen Fragen nach sozialer Gerechtigkeit und Solidarität in der Welt dazu. > MEHR ERFAHREN 

"Den Riesen wecken - Agenda 2030 und die Kirchen" | Tagung 16. Juli 2022 in Mainz

Zur Tagung „Den Riesen wecken – Agenda 2030 und die Kirchen“ lädt das Bistum Limburg herzlich für den 16. Juli 2022 nach Mainz ein. In einem erstmalig interdiözesanen und ökumenischen Angang versuchen wir, zum Thema Nachhaltigkeit / Schöpfungsgerechtigkeit eine Standortbestimmung der Beteiligten, Praxis- und Thematisierungsideen zu bieten sowie die Vernetzung zwischen den kirchlichen Akteuren zu fördern. > MEHR ERFAHREN 

Berliner Klimagespräch: Auf dem Weg zur COP 27 | 20. Juli 2022

Wenige Wochen nach den UN-Klimaverhandlungen in Bonn, dem G7-Gipfel in Elmau und einen Tag nach dem Petersberger Klimadialog in Berlin lädt die Klima-Allianz in Kooperation u.a. mit MISEREOR und dem BDKJ zum Gespräch über den Stand der internationalen Klimadiplomatie ein. Welche Impulse sind in Bonn, Elmau und Berlin gesetzt worden? Was ist nötig, um die internationalen Klimaverhandlungen voranzubringen und ein ambitioniertes Ergebnis der COP27 zu erreichen? Was sind die Prioritäten des ägyptischen COP27-Vorsitzes und was sind die Erwartungen der Zivilgesellschaft? > MEHR ERFAHREN

"Für eine gerechtere Welt in Malawi" | Online 7. September 2022 18 Uhr

Das ELM Hermannsburg lädt ein zu einem Kurzbesuch in Malawi! Mit einer Veranstaltungsreihe hat das niedersächsische Missionswerk verschiedene Partnerorganisationen besucht. Als fünfte Station dieser neuen Serie steht ein Projekt der malawischen Kirche in Beni am 7. September 2022 auf dem Programm. Die Partnerkirche setzt sich dort für Menschen ein, die in ihrer Heimat durch den Klimawandel keine Perspektive mehr haben und sich eine neue Existenz aufbauen müssen. > MEHR ERFAHREN 

"Klimaschutz in Caritas und Diakonie: Den Weg erfolgreich gestalten" | Symposium 29.-30. September 2022 Berlin

In den Bereichen der Caritas und Diakonie liegen hohe Potenziale für einen wirksamen Klimaschutz. Entsprechend arbeitet der Deutsche Caritasverband und die Diakonie Deutschland darauf hin, dass ihre Einrichtungen, Dienste und Verbände zukünftig klimaneutral sind. Gleichzeitig rufen sie in ihrer anwaltschaftlichen Funktion politische Entscheidungsträger*innen dazu auf, Klimaschutz ambitioniert voran zu bringen und sozial gerecht zu gestalten. Mit fachkundigen Expert*innen aus den Bereichen Klimawissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft werden sowohl die Notwendigkeiten und Anforderungen an einen sozial gerechten Klimaschutz als auch die Rolle von Caritas und Diakonie als Motor für einen ambitionierten Klimaschutz erörtern. > MEHR ERFAHREN 

Bank für Diakonie und Kirche fördert nachhaltiges Handeln

Die Stiftung der Bank für Diakonie und Kirche stellt 30.000 Euro für das Nachhaltigkeitsengagement von Institutionen in Kirche und Diakonie zur Verfügung. Antragsfähig sind Projekte, die in besonderer Weise innovativ sind, den ganzheitlichen Ansatz der Nachhaltigkeit widerspiegeln (ökologische und soziale Aspekte) oder der Erhaltung von kirchlicher Bausubstanz (Kirchen und Kapellen) dienen, wobei Investitionen in Photovoltaik-Anlagen und Pfarrhäuser nicht antragsfähig sind. Bis Ende September 2022 sind Online-Bewerbungen möglich. > MEHR ERFAHREN 


Erzbistum Köln: Netzwerk Schöpfungsbotschafter*innen gegründet

Mit einer digitalen Auftaktveranstaltung am 8. Juni 2022 wurden rund 50 interessierten Engagierten aus Kirchengemeinden das Konzept, mögliche Aufgaben und Chancen sowie ein speziell für die künftigen Schöpfungsbotschafter*innen entwickeltes Bildungsprogramm vorgestellt. Es war beeindruckend, dass es so viele Engagierte gibt, die eine Stimme für das Thema "Förderung der Artenvielfalt in ihren Kirchengemeinden" werden wollen. Dieses Netzwerk soll Anfang 2023 auch für Interessierte mit dem Themenbereich "Gebäude & Energie" erweitert werden.

"Glaube Liebe Wandel"

Im Rahmen des Online-Kongress Glaube Liebe Wandel der Ev. Akademie im Rheinland sprach Studienleiterin Dr. Kathrin S. Kürzinger mit Präses Anna Nicole Heinrich über die Klimaneutralität von Kirche, über Teilen und inwiefern dies gemeinschaftsstiftend wirken kann. Ein ökologischer Wandel sei nicht umsonst zu haben, auch in der Kirche nicht: „Transformation kostet Geld“, sagt sie und macht deutlich: „Wir haben gesagt, Klimaschutz und auch eine klimaneutrale Kirche ist uns wichtig und dann müssen wir jetzt für dieses Ziel andere Sachen lassen.“ > MEHR ERFAHREN

Lust statt Frust: Wie Öko-Engagement in Gemeinden gelingen kann

Der Studienleiter der Melanchthonakademie in Köln, Dr. Martin Horstmann, – an der Schnittstelle von Spiritualität und Nachhaltigkeit unterwegs – war am 21. Mai 2022 Gast auf der Synode des Kirchenkreises Köln-Süd und sprach darüber, wie Öko-Engagement in den Kirchengemeinden gelingen kann. Kurz gesagt: Es geht darum, das Engagement rund um Ökologie, Nachhaltigkeit und Schöpfungsbewahrung tiefer und weiter machen. Was das meint und wie das gehen kann, lesen Sie hier in seinem Vortrag.

International


Forderung nach einer neuen Kommission für Klimawandel und nachhaltige Entwicklung

Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) drängte in einer Erklärung zum Klimawandel darauf, dass die 11. Vollversammlung und die Leitungsgremien des ÖRK "die Einrichtung einer neuen Kommission für Klimawandel und nachhaltige Entwicklung in Erwägung ziehen, um diesem Thema in dieser entscheidenden Zeit die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen". > MEHR ERFAHREN

Aktionen


Ihre Stimme für Klimagerechtigkeit: ÖNK-Petition unterstützen und verbreiten

Drohende Hungersnot in Ostafrika durch Dürre, zerstörte Häuser auf den Philippinen durch einen Wirbelsturm: So sieht die Klimakrise schon heute, auch für viele Partnerkirchen in der weltweiten Ökumene, aus – und sie trifft die Ärmsten dieser Welt am härtesten. Das ÖNK ruft Kirchengemeinden, kirchliche Einrichtungen und Einzelpersonen bundesweit und international auf, die Petition „Die Krisenspirale für die Ärmsten durchbrechen – Deutschlands fairer Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise“ als Organisation zu unterzeichnen. Warum Sie dies tun sollten, erklärt Ihnen dieses Video . Mit Ihrer Unterstützung im Gepäck wird das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit Ende Oktober die Forderungen nach einem entschiedeneren Einsatz für die Bedürfnisse der Ärmsten der deutschen Delegation zur Weltklimakonferenz mit auf den Weg geben. > MEHR ERFAHREN

Veranstaltungen


5. Juli 2022 - 14 Uhr: "Wenn der Strom ausgeht: Erfahrungen aus Japan nach Fukushima"

Der Reaktorunfall in Fukushima im März 2011 hat in Japan zu einem Umdenken in der Energiepolitik geführt. Von einem Tag auf den anderen war die Energieversorgung nicht mehr gesichert. Die japanische Regierung musste schnell nach Alternativen suchen, um Versorgungsengpässe auszugleichen. Die damalige Situation in Japan weist in dieser Hinsicht einige Parallelen auf zur aktuellen Entwicklung in Europa. Wie ist man in Japan mit den Risiken der Energieversorgung zum damaligen Zeitpunkt umgegangen und was kann Europa aus diesen Erfahrungen lernen, wenn die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland gemindert werden soll? Wie positionieren sich die Kirchen in Japan zu diesem Thema und was haben sie an Schlussfolgerungen gezogen? Mit dieser Frage wollen wir uns im Austausch mit Prof. Christoph Goro Kimura beschäftigen. > MEHR ERFAHREN

28. September 2022 - 14 Uhr: "Klimagerechtigkeit in den weltkirchlichen Beziehungen"

Das Bistum Limburg pflegt seit Jahrzehnten weltkirchliche Partnerschaften zu den Diözesen Alaminos (Philippinen), Kosice (Slowakei), Kumbo (Kamerun), Ndola (Sambia) und Sarajevo (Bosnien-Herzegowina). Das Bistum Limburg versteht sich weltumspannend, international, verbunden miteinander - so auch beim Thema Bewahrung der Schöpfung. Beim World Clean Up Day wird dieses Engagement sichtbar und erlebbar. Bei dem Dialog wird Johannes Ludwig, Referent für globale Vernetzung und Solidarität in der Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg, die Aktion beim World Clean Up Day als ein Best practice vorstellen. > MEHR ERFAHREN

29. September 2022 - 9 Uhr: Online-Training zur Entwicklung von politischen Strategien

Der regelmäßig stattfindende Workshop zur Entwicklung von politischen Strategien und Stärkung von Bündnissen richtet sich an Mitglieder im Netzwerk und an Interessiert.  Auf Grundlage von Akteursanalyse und Pillars of Support wird in diesem Training herausgearbeitet, wer potentielle Bündnisparter*innen und einflussreiche Entscheidungsträger*innen sind und wie man sie erreicht. Dabei unterstützen Methoden wie das Spektrum der Verbündeten und das PowerMapping, die im Laufe des Trainings an einem realen Beispiel aus der eigenen politischen Arbeit Anwendung finden. Es geht darum, in unserem kirchlichen Kontext unseren Handabdruck zu vergrößern. > MEHR ERFAHREN

25. Oktober 2022 - 14 Uhr: "ACHTUNG: LEBEN!"

Das Artensterben und die Klimakrise sind eng miteinander verbunden, bedingen und verstärken sich gegenseitig. Im Rahmen der gemeinsamen Landes- und Bundesversammlung hat die KLB Deutschland ihre neue bundesweite Kampagne zur Artenvielfalt im Mai 2022 eröffnet. Bettina Locklair, Geschäftsführerin der KLB Deutschland, stellt die Kampagne vor und erläutert ihre Hintergründe, Entwicklung und Ziele. Die Inhalte der Kampagne spielen sicher in vielen kirchlichen Organisationen eine große Rolle. > MEHR ERFAHREN

Sonstige Hinweise


Petition gegen EU Greenwashing

Im Streit um die EU-Taxonomie und hier insbesondere um die Frage, ob Gas und Atom als nachhaltig einzustufen sind, kommt es in der kommenden Woche zur entscheidenden Abstimmung im Europäischen Parlament. Ein erfreulicher kleiner Teilerfolg ist, dass die zuständige Kommission für Umwelt und Wirtschaft des EU Parlamentes – auch dank der Lobbyarbeit der Zivilgesellschaft, darunter auch der Kirchen – sich vor wenigen Tagen mehrheitlich gegen eine solche Einstufung ausgesprochen hat. Die EKD hat sich in Synodenverlautbarungen sowie Grundsatztexten (EKD Text 130 von 2018) bereits seit geraumer Zeit sehr kritisch zur Atomenergie positioniert und auch die fossilen Energien als nicht zukunftsfähig bezeichnet. Sie weist auf die Petition gegen ein solches Greenwashing hin.

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Ökumenisches Netzwerk Klimagerechtigkeit
Astrid Hake
Agathe-Lasch-Weg 16
22605 Hamburg
Deutschland

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