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Aktuelles aus dem Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit
- 27. Oktober 2020 -


Nachrichten aus dem Netzwerk

Katholiken fordern Anpassung der EU-Klimaschutzziele

Mit Blick auf die Diskussion und Abstimmung zum EU-Klimaschutzgesetz im Europaparlament hat das Zentralkomittee der deutschen Katholiken und das Kommissariat der deutschen Bischöfe gefordert, die EU-Klimaschutzziele 2030 an das Pariser Abkommen anzupassen und mindestens 60 Prozent des Treibhausausstoßes im Vergleich zu 1990 einzusparen. Während das EU-Parlament die Einsparung um 60 Prozent beschlossen hat, hat der Europäische Rat die Entscheidung auf Dezember vertagt. Das Europäische Klimagesetz ist das Herzstück der künftigen Klimaschutzpolitik der Europäischen Union und des europäischen Grünen Deals. > MEHR ERFAHREN

Landessynode beschließt Klimaschutzgesetz 

Das Parlament der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat am 23. Oktober ein konkretes Klimaschutzgesetz beschlossen. Darin festgeschrieben sind zahlreiche Maßnahmen zum Klimaschutz, die für über 1100 Gemeinden in der EKBO ab 1.1.2021 verbindlich gelten. Zur Finanzierung der klimabedingten Mehrkosten führt die EKBO eine eigene Klimaschutzabgabe ein. Jede Gemeinde zahlt für Gebäude in ihrer Zuständigkeit ab dem Jahr 2023 pro Tonne CO² 125 Euro in einen kirchlichen Klimaschutzfonds. Aus diesem Fonds können dann die Kirchengemeinden bis zu 100 Prozent der klimabedingten Mehrkosten als Zuschuss beantragen. > MEHR ERFAHREN

Neue Leitlinien "Alles ist mit allem verbunden" präsentiert

Im Rahmen der Herbstvollversammlung des Diözesanrats des Bistums Passau am 16./17. Oktober wurden die neuen Leitlinien für "Ökologie, Gemeinwohlökonomie und weltweite Entwicklungszusammenhänge" für das Bistum vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Gesamtkonzept für Klimaschutz, faires und nachhaltiges Wirtschaften sowie weltweite Entwicklungsverantwortung und enthalten viele Maßnahmen, wie Klima- und Umweltschutz und die Gemeinwohlökonomie im Bistum Passau weiterentwickelt und umgesetzt werden kann. > MEHR ERFAHREN

Erfurter Christ*innen gründen ökumenisches Netzwerk zur Bewahrung der Schöpfung

23 Vertreter*innen aus Erfurter Kirchengemeinden haben im Oktober ein Netzwerk zur Bewahrung der Schöpfung gegründet. Mit dem Netzwerk wollen sie sich der wachsenden Zahl von Initiativen und Bündnissen anschließen, die ökologische Verantwortung einfordern und selbst umsetzen. Einig war man sich, dass ökologisch verantwortliches Handeln eine Querschnittsaufgabe sei, die Entscheidungen auf allen Ebenen beeinflusse. Dies gelte für die Kirchengemeinden, aber auch für jeden Einzelnen und für alle politischen und unternehmerischen Handlungsfelder. > MEHR ERFAHREN

Arbeitskreis kirchlicher Investoren weitet Engagement aus

Der Arbeitskreis Kirchlicher Investoren (AKI) erweitert seinen Aktionsradius. Antje Schneeweiß vom Institut SÜDWIND wurde als zweite Geschäftsführerin berufen. Die Expertin im Bereich ethisch-nachhaltiger Geldanlagen wird zukünftig die kirchliche Perspektive in der „Platform on Sustainable Finance“ der Europäischen Kommission einbringen. Der AKI setzt sich dafür ein, dass Geld unter Berücksichtigung christlicher Werte sicher und rentabel, aber auch sozialverträglich, ökologisch und generationengerecht angelegt werden soll. > MEHR ERFAHREN

Kampagnenwochen des Bündnisses erlassjahr.de zur Klimagerechtigkeit

Im Fall von klimabedingten Katastrophen droht armen Ländern, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, die Schuldenfalle. Die Hauptverursacher – reiche Länder wie Deutschland – sind bisher nicht bereit, für die verheerenden Folgen des Klimawandels finanziell Verantwortung zu übernehmen. erlassjahr.de hat daher eine Kampagne gestartet und fordert von der deutschen Bundesregierung, sich dafür einzusetzen, dass Naturkatastrophen nicht zu Schuldenkrisen in armen Ländern führen. > MEHR ERFAHREN

Neue Mitglieder im ÖNK

Wir freuen uns über zwei weitere Mitstreiter*innen in unserem Netzwerk. Im Oktober heißen wir die Katholische Erwachsenenbildung Deutschland – Bundesarbeitsgemeinschaft e. V. (KEB) sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Tübingen herzlich willkommen. Die KEB plant pädagogische Angebote zu Klimaschutz und freut sich über den Austausch. Zur ACK Tübingen gehören 25 Tübinger christliche Gemeinden aus insgesamt neun verschiedenen Konfessionen, die den ökumenischen Charakter unseres Netzwerkes unterstreichen.

Aktionen

Bundesweite Vernetzung von Churches for Future - Online-Austausch am 4. November 2020 | 13 - 14 Uhr

Nach dem erfolgreichen Klimastreik im September ist der Wunsch nach Austausch und Vernetzung der lokalen "Churches for Future"-Initiativen entstanden. Was machen die anderen Gruppen? Was können wir voneinander lernen? Welche Ideen können wir aufgreifen als Bewegung "Churches for Future"? Als Netzwerk möchten wir hierfür eine Plattform bieten und laden Sie herzlich zum ersten virtuellen Best-Practice Austausch am 4.11.2020 um 13 Uhr ein. Bitte melden Sie sich bei Interesse in der Geschäftsstelle. Auf der Website finden Sie weitere Informationen zu "Churches for Future". > MEHR ERFAHREN

Veranstaltungen


28. Oktober 2020 - 17 Uhr: "Klimaneutral leben! Was sonst?"

Das Ehepaar Jochner lebt seit zwei Jahren klimaneutral. Der richtige und notwendige Schritt, den Privatpersonen zum Erreichen der Pariser Klimaziele machen können. Das Ehepaar Jochner will Sie mitnehmen und gemeinsam eine Bewegung aufbauen, für die es selbstverständlich wird, nicht auf Kosten anderer zu leben. Wie es gelingt, klimaneutral zu leben, welche Erfahrungen das Ehepaar gemacht hat und warum Sie keinesfalls verpassen sollten dabei zu sein, verrät das Ehepaar bei dem Online-Dialog im Oktober. > MEHR ERFAHREN

5. November 2020 - 13 Uhr: "Youth Climate Action Day"

Beim Youth Climate Action Day starten junge Menschen auf der ganzen Welt eigene Aktionen für den Klimaschutz. Oder sie teilen einfach ihre Ideen für ein besseres Klima. Jugendliche und junge Erwachsene sind eingeladen, am 5. Dezember 2020 ihre eigene Aktion durchzuführen, sich anderen anzuschließen und sich mit jungen Menschen in vielen verschiedenen Ländern zu vernetzen. Johanna Schäfer, Bildungsreferentin bei MÖWe, wird über die Idee des Youth Climate Action Day und ihre Erfahrungen mit dem Aktionstag sprechen und freut sich auf die Rückmeldungen der Teilnehmenden. > MEHR ERFAHREN

2. Dezember 2020 - 13 Uhr: "SchöpfungsLEITER"

Die SchöpfungsLEITER ist ein ökofaires Zertifizierungsprogramm für Kirchengemeinden, Institutionen und Einrichtungen. Anders als viele ökofaire Zertifizierungen setzt das Programm der evangelisch-methodistischen Kirche bewusst bei der intensiven Auseinandersetzung mit dem persönlichen Glauben und der eigenen Gottesbeziehung an. Umweltschutz soll in der Beziehung zu Gott und seinem Auftrag für die Gestaltung und Bewahrung Schöpfung erkannt werden. Pastorin Denise Courbain wird die Besonderheiten des Programms vorstellen und Fragen beantworten. > MEHR ERFAHREN

7. Dezember 2020 - 13 Uhr: "Klimagerechtigkeit braucht Entschuldung"

Das Bündnis erlassjahr.de führt aktuell eine Kampagne zu der Frage Entschuldung und Klimagerechtigkeit durch, die noch bis zum 12. Dezember 2020, dem 5. Jahrestag des Pariser Abkommens, läuft. Der Geschäftsführer Jürgen Kaiser wird in dem Online-Dialog anlässlich der Kampagne auf den Aspekt der Klimafinanzierung für eine klimagerechte Zukunft eingehen.  > MEHR ERFAHREN

21. Januar 2021 - 13 Uhr: "Vier fürs Klima"

„Wir sind die Guten. Dachten wir“. Günther Wessels Familie notierte ein Jahr lang ihre Versuche, auf Initiative von Tochter Franziska den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren – und war überrascht über das Ergebnis. „Wesentlich mehr Spaß als Verzicht.“ Mit der Schauspielerin Julie Trappett liest er aus dem Buch und berichtet, was die Familie aus ihrem klimagerechteren Alltag gelernt hat. Co-Autorin Petra Pinzler ist Hauptstadtkorrespondentin von DIE ZEIT, Günther Wessel freier Journalist. Wenn Sie von diesem Experiment etwas erfahren möchten, freuen wir uns über Ihre Teilnahme. > MEHR ERFAHREN

4. Februar 2021 - 13 Uhr: "Als Beobachterin bei UN Klimakonferenzen" mit Julia Wäger, KLJB

Seit 2018 ist die KLJB offiziell als Beobachterinnenorganisation der UN-Klimaverhandlungen akkreditiert. Dies gibt der KLJB die Möglichkeit, bei allen offiziellen Verhandlungen wie den großen Klimaverhandlungen als auch den Zwischenverhandlungen dabei zu sein. Auch im Jahr 2019 war eine KLJB-Delegation auf der COP 25 in Spanien mit dabei. Julia Wäger, Referentin für Ökologie, berichtet von diesen Erfahrungen als Beobachterin bei den UN Klimakonferenzen. > MEHR ERFAHREN

SAVE THE DATE: Netzwerktreffen am 17./18.3.2021

In diesem Jahr musste das Netzwerktreffen aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Angesichts der aktuellen Entwicklungen befürchten wir, dass wir uns nicht persönlich treffen können, sondern es wieder virtuell durchführen werden. WIr wollen uns davon aber nicht abhalten lassen und planen weiter an dem Netzwerktreffen vom 17.-18.3.2021. Im Mittelpunkt unseres Treffens wird die Frage stehen, wie wir als Netzwerk das Thema Klimagerechtigkeit noch stärker in den Kirchen verankern können.

Weitere Hinweise

27. Oktober 2020 - Online-Reihe zu "Faiths Unite: Visions for Transformative Climate Action"

Das Interfaith Liason Committee lädt zu einer mehrteiligen Online-Reihe ein, um Aktivitäten mit Blick auf die UN Klimakonferenz 2021 zu entwickeln. Vertreter*innen verschiedener Religionsgruppen werden mit Wissenschaftler*innen und politischen Entscheidungsträger*innen zusammenkommen, um ihre Visionen und Perspektiven zu teilen. > MEHR ERFAHREN

19. November 2020 - Schulung zum Thema "CO²-Fußabdruck und Klimagerechtigkeit"

Die Klimakollekte, VRK, FEST und EKD veranstalten eine Multiplikator*innenschulung für Mitarbeitende und Ehrenamtliche im kirchlichen Bereich zum Thema "CO²-Fußabdruck  und Klimagerechtigkeit" am 19.11.2020. Dabei geht es um die Vermittlung von Wissen im Bereich Nachhaltigkeit, der Klimaschutzkonzepte, der Erfassung des CO² Fußabdrucks, von Kompensation und Schritte zur Umsetzung in der eignen Praxis.
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4.-6. Dezember 2020 - Tagung "Umweltwandel in Afrika"

Der afrikanische Kontinent ist vielfältig von Umweltwandel betroffen. In den meisten Fällen sind es globale Zusammenhänge, die diese Prozesse verursachen und steuern. Sehr deutlich wird dies im Kontext des globalen Klimawandels, zu dem die Länder Afrikas südlich der Sahara nur marginal beitragen, der sie aber besonders betrifft. Die Tagung in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart thematisiert die Herausforderungen und Möglichkeiten der afrikanischen Länder mit dem Umweltwandel umzugehen. > MEHR ERFAHREN

Initiative Klima-Mitbestimmung JETZT

Die Initiative Klima-Mitbestimmung JETZT lädt Organisationen ein, sich für die Einberufung eines bundesweiten Bürger*innenrats für Klimapolitik nach französischem Vorbild einzusetzen. Dabei werden 100-150 Menschen per Losverfahren ausgewählt, um repräsentativ für die gesamte deutsche Bevölkerung Empfehlungen für die zukünftige Klimapolitik in Deutschland zu entwickeln. Um diese Idee in der Bevölkerung bekannter zu machen und unsere Forderung tatsächlich in den Politikbetrieb zu bringen, hat die Initiative eine Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet. Aktuell wird diese vom Petitionsausschuss geprüft und in einigen Wochen veröffentlicht. > MEHR ERFAHREN

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Ökumenisches Netzwerk Klimagerechtigkeit
Astrid Hake
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